Museum

Das alte Ackerbürgerhaus aus dem Jahre 1799 im Ortskern von Borgholzhausen wurde in den Jahren 2000 2002 in seinen bauzeitlichen Zustand zurückversetzt. Als eines der letzten Ackerbürgerhäuser im Stadtzentrum lässt es diese Hausform für uns und unsere Nachwelt wieder lebendig werden. Die für den Ort typische Querdeele gibt dem Gebäude seinen unverwechselbaren Charakter
Als Museum beherbergt das Haus ausschließlich originale Kostbarkeiten aus Borgholzhausen.

Funde aus der Erdgeschichte, wie die weltweit größte Ansammlung von Riesen-Ammoniten und die 240 Millionen Jahre alten Saurierfährten bilden einen Schwerpunkt. Das Haus wird dadurch und aufgrund der zahlreichen Steinbrüche und Aufschlüsse in der Umgebung zu einem Stützpunkt von TERRAvita, dem Naturpark Nördlicher Teutoburger Wald, einem der wenigen Geoparks in Deutschland. http://www.naturpark-terravita.de,
Zeitgeschichtliches findet sich in der Einrichtung und dem Archiv des ältesten Fotofachgeschäftes im Altkreis Halle und der „Guten Stube“ vom Lande.
Einen weiteren Schwerpunkt im Museum bilden drei Dauerausstellungen von Borgholzhausener Künstlern. Die moderne Malerei wird durch die Werke der Maler Walter Kroe und Wilfried Toensing präsentiert. Altmeisterliches Können zeigen die Arbeiten des Künstlerehepaares Jutta und Bodo Meyner.

Die Deele der zentrale Raum des Hauses dient als Versammlungs- und Veranstaltungsraum. Er steht für künstlerische Veranstaltungen wie Vorträge, Kleinkunst, Konzerte oder für Sonderausstellungen zur Verfügung. Je nach Sitzordnung fasst der Raum bis zu 50 Personen.

So finden Sie uns:

Fahren Sie aus welcher Richtung Sie auch kommen bis zur Shell-Tankstelle. Dort biegen Sie in die Freistraße ein. Nach ca. 100 m geht es an der Kreissparkasse in die verkehrsberuhigte Zone. Das Fachwerkhaus auf der rechten Seite vor dem Lebkuchengeschäft Schulze ist unser Museum.
Öffnungszeiten:
Das Museum ist mittwochs und sonntags von 15.00 Uhr bis 18.00 Uhr geöffnet. Führungen sind jederzeit nach telefonischer Voranmeldung unter den Rufnummern 05425 / 7600 oder 05425 / 1477 möglich. Die Reservierung der Deele für Veranstaltungen erfolgt ebenfalls unter diesen Nummern.
ErdZeitCenter
ErdZeitCenter ErdZeitPark Ravensburg
Ein Konzept zur Verbindung von Geologie, Paläontologie und Ur-, und Frühgeschichte des Naturparks Teutoburger Wald
(Altkreis Halle/Westf.)
Ein geplantes Projekt von
Cajus Diedrich
2001
1. ErdZeitMuseum
In dem im Aufbau befindlichen Museum wird die Erdgeschichte des Teutoburger Waldes nach aktuellen wissenschaftlichen Forschungsergebnissen dargestellt. Gezeigt werden soll die Veränderung dieses Naturraumes in Raum und Zeit. Insbesondere die vergangene Lebewelt (Fossilien) soll wieder zum Leben erweckt werden, um die Klima- und Landschaftsveränderungen deutlich zu machen.
Highlights in der Ausstellung sollen die gesamten Funde der Fossillagerstätte DIECKMANN GMBH und der Fossillagerstätte FOERTH KG sein, die international bedeutend sind. Auch der neue Großammoniten-Kolk aus Borgholzhausen, der weltweit bisher größte, wird ein Besuchermagnet. Etliche Funde aus Privat-sammlungen und besonders die Funde aus dem Westfälischen Museum für Naturkunde Münster aus verschiedenen Fundstellen der näheren Umgebung würden das Museum einmalig erscheinen lassen.
Der Bildungswert insbesondere für Schulen aus den Kreisen Gütersloh, Bielefeld und Osnabrück ist einzigartig. Im Rahmen eines geplanten Geoparks Teutoburger Wald/Wiehengebirge wäre dieses Museum ein wichtiger Baustein zur sanften touristischen Vernetzung der geowissenschaftlichen Museen in Ostwestfalen, wie Osnabrück, Bünde, Bielefeld und Detmold. Jedes dieser Museen wird ein anderen zeitlichen Schwerpunkt besitzen. In Osnabrück ist der Bezug besonders zum Paläozoikum aufgrund der Kohlegewinnung und des Jura, in Bünde soll die jurazeitliche Lebewelt der Fossillagerstätte WALLÜCKE und die tertiäre Lebewelt der Fossillagerstätte DOBERG präsentiert werden, in Bielefeld könnte es die bedeutende Fossillagerstätte BETHEL (Jura) sein, in Detmold der Obere Muschelkalk und schließlich in Borgholzhausen die Untere Kreide und Obere Kreide des Teutoburger Waldes. Alle haben aber hätten eines gemeinsam, die Saurierfährten des Muschelkalkes. Nach dem Motto auf den Spuren der Saurier von Zeitepoche zu Zeitepoche, von Museum zu Museum, von Außenstandorten zu Außenstandorten.
2. ErdZeitPark
Der Naturpark Teutoburger Wald ist bereits ein schützenswerter Naturraum, über den man erstaunlicherweise lange nur wenig wusste. Doch in den letzten Jahrzehnten haben sich nun mehr und mehr Fundstellen als Geotope oder paläontologische Bodendenkmäler herauskristallisiert.
Auch Geologische Lehrpfade, wie am Hüggel bei Osnabrück bestehen bereits. Im Altkreis Halle/Westf. ist schon vor etlichen Jahren die „Submarine Großgleitung“ in Halle/Westf. am Schützenberg ein wichtiges Exkursionsziel von Fachtagungen und Studenten der Geowissenschaften geworden. Nun ist auch die Fossillagerstätte DIECKMANN GMBH mit ihren international bedeutenden Fischskelettfunden und den einmaligen Kolkerscheinungen unter Schutz gestellt worden. Auch die Fundstelle FOERTH KG ist von internationaler Bedeutung, aber noch nicht geschützt. Weitere wichtige Außenstandorte sind die Fährtenfundstellen, die zum Teil als Bodendenkmal, wie am Sportplatz Borgholzhausen, deklariert wurden.

Archäologisch bedeutende Fundplätze befinden sich ebenfalls im Altkreis Halle/Westf. wobei hier nur die beiden herausragenden Künsebeck und Nollheide herausgegriffen wurden und im Flyer mit den Nummern 4 und 10 markiert wurden.
3. Luisenturm
Auf dem Luisenturm könnte eine regionalgeologische Karte den geologischen Aufbau des Teutoburger Waldes vermitteln und auf die Kolkfundstelle FAHRTMANN/DIDIER hinweisen. Ein Querprofil und eine Zeittafel geben Einblick in das Herz des Teutoburger Waldes. Nur hier kann man in beiden Richtungen den unterschiedlichen Aufbau des Teutoburger Waldes und die wichtige Diagonalstörung in Borgholzhausen darstellen.
4. Ravensburg
In der Ravensburg könnte die Archäologie des Altkreises Halle/Westf. dauerhaft präsentiert werden. Damit würde die Burg touristisch noch attraktiver werden.
Ausstellen könnte man nach einigen Umbaumaßnahmen etliche Funde aus der Region, um die Besiedlungsgeschichte und deren Einwirkungen auf den hiesigen Naturraum darzustellen.
Die ältesten Funde des Mittelpaläolithikums (Mittlere Altsteinzeit, „Neandertaler-Zeit“) sind aus Cleve direkt unterhalb der Burg bekannt und wurden von ADRIAN gesammelt (Fundverbleib WMfAM). Eine dauerhafte Besiedlungsgeschichte begann dann erst mit dem Ende der letzten Eiszeit vor ca. 12.000 Jahren. Rentierjäger (Endpaläolithikum) hinterließen an der Nollheide Projektile und weisen auf ein Jägerlager hin. Die Jäger und Sammler der mittleren Steinzeit (Mesolithikum) haben die meisten Steinartefakte im Teutoburger Wald hinterlassen und zeugen von einer intensiven Nutzung dieses Naturraumes. Mit dem Eindringen der ersten Bauernkulturen (Neolithikum) veränderte sich die Landschaft maßgebend. Noch aus der Bronzezeit und der frühen Eisenzeit liegen etliche Funde, wie Urnen oder Metallwerkzeuge aus der Umgebung vor (Fundverbleib WMfAM). Weitere Tausende von steinzeitlichen Artefakt-Funden aus den Privatsammlungen ZUTZ und DIEDRICH sind die einzigen Funde aus dieser Region, neben denen des WMfAM.
Gesamtkonzept
Fasst man alle vier wichtigen Standorte zusammen und verknüpft diese durch Wander- und Radwege mit weiteren auf dem Flyer dargestellten Steinbrüchen oder interessanten Orten, so könnte man diesen Naturraum einmalig touristisch vermarkten und in ein Gesamtkonzept, dem geplanten EU-Projekt Naturpark Nördlicher Teutoburger Wald/ Wiehengebirge stellen. Erstmalig könnte die swirksam dargestellt werden. Neue Forschungsgrabungen an der Ravensburg, anderen paläontologisch wichtigen Fundstellen, wie dem Hesseltal oder archäologischen Grabungen, z. B. an der Nollheide oder in Künsebeck, könnten eine zukünftige medienwirksame und wissenschaftliche Attraktivität gewährleisten.
http://www.paleologic.de/scourtroughborgholzhausen.html
Bleichhäuschen

Altes Leinengewerbe im Bleichhäuschen
Als eines der letzten Bleichhäuschen in Westfalen wurde das stark verfallene Gebäude 1996 vom Heimatverein Borgholzhausen an seinem originären Standort saniert. Unter alten Bäumen am Violenbach mit den Resten der alten Bleichwiesen und in Sichtweite der ehemaligen Segeltuchweberei gelegen, dient es heute der Veranschaulichung des alten Leinengewerbes im Ravensberger Land. Auf dem Webstuhl von 1864 werden Geschirrtücher aus Leinen handgewebt. Sie können käuflich erworben werden.
Führungen und Besichtigungen nach Vereinbarung
unter Telefon 05425 - 7600
Luisenturm 
Der Luisenturm und die Wandergaststätte zu seinen Füßen wurden vom Heimatverein Borgholzhausen errichtet. Sie werden seit über hundert Jahren von ihm betreut.
Der Turm kann jederzeit kostenlos bestiegen werden. Von seiner obersten Plattform hat man je nach Witterung - einen herrlichen Rundblick über den mittleren Teil des Teutoburger Waldes, ins Ravensberger Hügelland bis zur Porta Westfalica und in die Münstersche Tiefebene bis zu den Höhen des Sauerlandes.
Die Wandergaststätte bietet in einem gemütlichen Ambiente dem Wanderer an den Wochenenden Erholung und Stärkung. Einzelheiten hierzu erhalten Sie unter www.luisenturmhuette.de

Der Luisenturm: seine Geschichte in Stichworten
10. März 1893 Gründung des Verschönerungsvereins Borgholzhausen (des heutigen Heimatvereins) am Geburtstag der Königin Luise und 100 Jahre nach ihrer Hochzeit
9. April 1893 Einweihung des ersten Turms auf der Johannisegge - 291 m ü. NN - nach dreiwöchiger Bauzeit: Holzkonstruktion mit 4 durchgehenden Eckpfeilern und zwei Etagen. Gewidmet der Königin Luise von Preußen
14. Sept. 1924 Einweihung des zweiten Turms, gleiche Bauart wie der erste, jedoch mit diagonalen Versteifungen über die volle Höhe
15. Mai 1938 Einsturz der obersten Etage unter dem Ansturm von 500 Ausflüglern aus Bielefeld, die mit einem Sonderzug angereist waren
April 1945 Zerstörung des Turms bei Durchzug der amerikanischen Truppen. Ob der Turm, der von der Wehrmacht als Aussichtsposten diente, von den fliehenden deutschen Truppen in Brand gesteckt wurde oder von den Amerikanern zerstört worden ist, ist nicht mehr feststellbar. Es existieren widersprüchliche Zeugenaussagen.
27. Sept. 1953 Einweihung des dritten Turms
wiederum 4 durchgehende Eckpfeiler, 4 Etagen, Aussichtsplattform in 12 m Höhe, Gesamthöhe 15 m, Baukosten 5.200 DM
12. Februar 1982 Zerstörung der Schutzhütte durch Brandstiftung, Wiederaufbau in massiver Ausführung und Einweihung am 1. Mai 1982
5. Okt. 1991 Einweihung des vierten Turms, gleiches Bauprinzip mit 4 durchgehenden Eckpfeilern , jedoch 5 Etagen, Aussichtsplattform in 16 m Höhe, 89 Stufen, Gesamthöhe ohne Antenne 19,50 m Eckpfeiler aus ca. 140 Jahre alten Douglasien aus der Rhön, Baukosten 200.000 DM, finanziert durch die Bezirksregierung Detmold, die Stadt Borgholzhausen, den Naturpark Nördlicher Teutoburger Wald und den Heimatverein Borgholzhausen

Zur Königin Luise von Preußen, der Namensgeberin für den Turm
10. März 1776 geboren in Hannover als Prinzessin Luise, Auguste Wilhelmine Amalie von Mecklenburg- Strelitz, nach dem Tod ihrer Mutter aufgewachsen in Darmstadt
24. Dez. 1793 mit 17 Jahren Heirat des Kronprinzen und späteren König Friedrich Wilhelm III von Preußen,
Mutter von 10 Kindern, von denen 7 überlebten. Der älteste Sohn wurde Friedrich Wilhelm IV, König von Preußen und der zweitälteste Wilhelm I, König von Preußen und Kaiser von Deutschland
Oktober 1806 vernichtende Niederlage der Preußen im Kampf gegen Napoleon bei Jena und Auerstedt
Winter 1807 Flucht mit ihren Kindern von Berlin nach Königsberg und Memel vor den heranrückenden Franzosen, Unterredung mit Napoleon , um bessere Friedensbedingungen für Preußen zu erreichen
Juli 1807 Frieden von Tilsit mit Gebietsverlusten für Preußen
19.Juli 1810 gestorben auf Schloss Hohenzieritz im Alter von 34 Jahren
Vom Volk wurde Luise wegen ihrer Schönheit, ihres warmherzigen Charmes und wegen ihrer Natürlichkeit überschwänglich verehrt. Im Vergleich zu anderen Herrscherhäusern führte sie ein bescheidenes aber harmonisches Hof- und Familienleben. Ihre Vaterlandsliebe war groß, sie war dem eher zaudernden König eine kluge Beraterin, dem Volk eine fürsorgliche Landesmutter. Sie stand den Reformern um Stein und Hardenberg nahe. Dieses und ihr früher Tod sowie die Tatsache, dass sie Preußens schwärzeste Zeit durchlebte, aber die späteren Siege über Napoleon und Preußens Aufstieg nicht mehr erlebte, machte sie zu einer Legende.
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